Wandmalerei mit Kindern
Rund 15 Kinder der 3. und 4. Klassen gestalten unter künstlerischer Anleitung den Eingangsbereich ihrer Schule.
- Ort
- Grundschule Heinrich Heine, Parkstraße 32, Dresden-Großsedlitz
- Mit
- Förderverein der Heinrich-Heine-Grundschule

Künstlerische Gestaltung des Eingangsbereichs der Grundschule Heinrich Heine in Dresden-Großsedlitz. Projektleitung: Franziska Kunath.
Die Aufgabe
Der Förderverein der Heinrich-Heine-Grundschule wollte den Eingangsbereich des Schulgebäudes mit Wandmalereien verschönern – gemalt von den Kindern selbst, unter künstlerischer Anleitung. Beteiligt waren etwa 15 Kinder der 3. und 4. Klassen aus der Arbeitsgemeinschaft »Malen und Zeichnen«. Das Projekt lief zweieinhalb Monate, jeden Mittwoch nach der Schule von 13 bis 15.30 Uhr.
Vorbereitung
Um die Kinder kennenzulernen und zu sehen, wie sie miteinander arbeiten, ließ ich zunächst »Knickmännchen« malen. So entstanden lustige Überraschungsergebnisse, und die Kinder bekamen einen Vorgeschmack auf die »ernste« Arbeit an der Wand. Zum Schluss schmückten wir die Figuren noch aus, sicherten die Ergebnisse und überlegten, welche Teile und Muster sich auf die Wand übertragen lassen. Damit war das Konzept im Wesentlichen entwickelt.
Umsetzung
Die Figuren entstanden dann frei, nur in Anlehnung an die Vorarbeit, völlig neu und frisch an der Wand. Den Anschluss zum Boden bildet eine Musterkante, die wie Fliesen einheitlich, aber mit verschiedenen Motiven in den inneren Ovalen gestaltet ist. Nachdem die Umrisse der Figuren auf der Wand standen, wurden die Flächen lasierend ausgemalt und zum Schluss geschmückt.
Gedanken dahinter
Die Malerei bezieht sich nicht direkt auf die Architektur, fügt sich aber ein, weil sie das Umfeld der Schule aufgreift: Auf dem Schulhof werden zum Beispiel Ziegen gehalten – ein Zeichen für den Wunsch, verbundener mit der Natur zu leben und das eigene Umfeld bewusst zu gestalten.
Anregungen kamen aus anderen Kulturen, in denen Menschen ihre Naturverbundenheit bis heute ausdrücken, indem sie ihre Umgebung und sich selbst schmücken – etwa die bemalten Häuser in manchen Regionen Afrikas.
Jedes Kind entdeckt dabei seine eigenen gestalterischen Fähigkeiten und arbeitet zugleich an einem gemeinsamen Werk mit. Am sichtbaren Ergebnis werden die individuellen Stärken ebenso deutlich wie das Zusammenspiel mit den anderen. Die Struktur war so angelegt, dass sich jedes Kind frei entfalten konnte und die einzelnen Ideen sich zu einem Ganzen fügten – wie im wahren Leben. Das Abenteuer bestand darin, spielerisch Verbindungen zwischen den Teilen zu schaffen, bis ein harmonisches Ganzes entstand, das dann noch einmal geschmückt – und im übertragenen Sinn gefeiert – wurde.


